

Österreichs POP-INFO
Die österreichische Musikszene
Das Portal Pop-Info.at widmet sich der österreichischen Musikszene. Gleich vorweg sei festgehalten, dass die traditionelle Musik in Österreich von zahlreichen großen Künstlern aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen geprägt ist. Das „Alpenland“ Österreich sollte daher nicht immer nur mit der allseits bekannten Volksmusik in Verbindung gebracht werden. Tatsache ist, dass die österreichische Musikszene weit mehr zu bieten hat, als die Tiroler Alpenmusik, den Jodelgesang und das „Hiatamadl“.
Besonders typisch ist der Austropop, der sich in Österreich als wichtige musikalische Strömung ungefähr ab Mitte der 1960er Jahre erfolgreich etabliert hat. Genau genommen stellt der Austropop keinen spezifischen Stil dar, sondern bezeichnet vielmehr eine Herkunftsbezeichnung: Der Terminus meint exakt formuliert Musiker aus den verschiedensten Genres wie Rock, Hip-Hop oder Alternative, die sich im Rahmen des Austropop vereinen. Besonders typisch dafür ist der Gesang auf Deutsch sowie die mehrheitlich rhythmisch verwendeten Melodien und Takte. Gewöhnlich nicht zum Austropop zählt man den Schlager sowie den volkstümlichen Schlager.
Die sogenannte Dialektwelle, welche sich um die 1970er Jahre entwickelte, stellt ein besonders typisches Charakteristikum für den Austropop dar. Die Verbreitung dieser Welle ging einher mit zahlreichen österreichischen Künstlern, die ihre Lieder zwar auf Deutsch, jedoch in ihrem eigenen Dialekt sangen. In diesem Zuge gilt es die Wooried Men Skiffle Group zu erwähnen, die mit „Glaubst i bin bled“ einen für die damalige Zeit äußerst beeindruckenden Hit präsentierten. Weitere populäre Austropop-Künstler, die bis heute zu den größten österreichischen Musikern und Liedermachern zählen sind u.a. Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich und Ostbahn-Kurti.
Doch Österreich glänzt in der Musikszene nicht nur mit seinen talentierten Austropop-Künstlern, sondern ebenso mit zeitgenössischen bzw. modernen Bands, Sängern und Sängerinnen. Dazu zählen vor allem Krautschädl, Luttenverger*Klug, Opus, TimTim, Shiver, Two in One, Norbert Schneider, She Says, Cardillac Move, Anna F., S.T.S. und viele mehr.
Was große erzielte Erfolge Österreichs im Rahmen des allgemeinen Musikgeschäfts betrifft, so kann das Land auch hinsichtlich dieses Aspekts punkten. Im Jahre 1966 gelang es Udo Jürgens mit seinem Hit „Merci, chérie“ den Sieg beim Eurovision Song Contest für Österreich heimzuholen. Auch in den Jahren zuvor konnten sich die Ergebnisse der österreichischen Künstler beim größten Musikevent Europas sehen lassen.
Abschließend sei erwähnt, dass ein Österreichischer Musikfonds eingerichtet wurde, der als Initiative zur Förderung professioneller österreichischer Musikproduktionen dienen soll. Das Ziel besteht grundlegend darin, die Verwertung und Verbreitung solcher Musikproduktionen zu steigern und darüber hinaus das Land Österreich als Kreativstandort zu stärken. Genau genommen ist der Österreichische Musikfonds als Verein in einem sogenannten Public-Private-Partnership-Modell organisiert sowie unter der Bezeichnung „Österreichische Musikförderung“ im Vereinsregister notiert. An dieser Stelle sei weiters festgehalten, dass der Österreichische Musikfonds allen in Österreich lebenden und schaffenden Musikern, Urhebern, Sängern, Musikverlagen und -Produzenten sowie Labels zur Verfügung steht.
